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pfarrkirche mit dorf

Pfarrei St. Nikolaus von Flüe Haibach

Aufgrund der aktuellen Lage durch das Coronavirus ergeben sich folgende Änderungen:

das Pfarrbüro ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Wir sind wie gewohnt telefonisch und per Mail zu erreichen.

  • Erstkommunion, Taufen und Trauungen müssen vorerst verschoben werden.
  • Beerdigungen werden nur im engsten Familienkreis ohne Repuiem stattfinden.
  • Alle öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen müssen entfallen unter anderem:
  • Komplette Kommunionvorbereitung
  • Segensfeier am Mittwoch, 25.03.20
  • Kompletter Firmweg
  • Papiersammlung
  • Seniorennachmittage

Misereor „Gib Frieden“ am Wochenende 28./29. März findet die Misereor Spendenaktion statt. Die Spendentütchen dafür liegen in den Kirchen aus. Sie können die Tüten mit Ihrer Spende in den Briefkasten des Pfarramtes werfen, oder auf das Misereor Spendenkonto bei der Pax-Bank IBAN Nr.: DE75 3706 0193 0000 101010 überweisen. Vergelt's Gott!

Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20)

Liebe Schwestern und Brüder,

Was wir uns bisher nicht vorstellen konnten, haben wir am letzten Wochenende erlebt: Es fanden in der ganzen Pfarrei keine Sonntagsgottesdienste statt! Und wir wissen auch noch nicht, wann wir wieder öffentliche Gottesdienste feiern dürfen. Jetzt sind wir auf uns selbst und auf den reichen Schatz unserer Tradition verwiesen, um nicht gedankenlos und geistlos durch diese kommende Zeit zu gehen:

Wie wollen wir nun diese uns anvertraute Zeit gestalten?

Wie sie auch spirituell nutzen?

Unsere Glocken laden zum Gebet des „Engel des Herrn“ ein  Morgens früh um 6.00 Uhr, zur Mittagszeit um 12.00 Uhr und am Abend um 18.00 Uhr läutet die Glocke und ruft so zum Gebet des „Engel des Herrn!“ Dabei wird der Blick auf die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus gelenkt. Eine Gebetshilfe finden Sie im neuen Gotteslob Nr. 3,6. Falls Sie nur ein altes Gotteslob zuhause haben, dort finden Sie den Text unter Nr. 2,7

Zusätzliches Läuten zum Zeichen der Gebetsgemeinschaft

1. Bis wir wieder öffentlich Gottesdienst feiern dürfen, greife ich eine Initiative aus anderen Pfarreien auf, und läute jeden Abend um 21.00 Uhr die große Glocke. Sie lädt dazu ein, dass jede/r von uns, wo immer er/sie gerade ist, ein Vater unser und ein Ave Maria sprechen möge.

2. Sonntags läuten wir von 9.56 bis 9.59 Uhr. Dies ist derzeit kein Zeichen, sich in der Kirche zu versammeln, sondern der Hinweis, dass um 10.00 Uhr im Dom in Würzburg der Sonntagsgottesdienst gefeiert wird, den man im Internet und bei TV Mainfranken mitfeiern kann.

Licht im Fenster zum Zeichen der Verbundenheit Nach einer Anregung in der Zeitung, haben einige schon begonnen, so wie ich am Abend eine brennende Kerze in ein Fenster zu stellen. In den 60er Jahren war dies ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit den Christen in der damaligen DDR. Heute können wir dies füreinander tun. Ich habe dies bisher um 19.00 Uhr getan, werde es jetzt mit dem 21.00-Uhr-Läuten verbinden.

Die Kirchen sind offen und laden ein zum Beten (In Grünmorsbach sonntags von 10 - 17 Uhr) Die angeordnete Ausgangsbeschränkung wird es derzeit noch zulassen, auf den Wegen, die offiziell gestattet sind, vielleicht auch an der Kirche vorbei zu gehen. Man kann sich dort ganz einfach hinsetzen und seine Gedanken schweifen lassen: Ich bin hier. Und Du, mein Gott, bist auch hier. Und das ist gut so. Kommt dann ein/e andere/r Beter/in hinzu, kann man sich – unter Wahrung des nötigen Abstands! - freundlich zunicken und so zeigen: Wir sind auch dann Gemeinschaft im Gebet, wenn nicht alle da sein können!

Gottesdienstübertragungen

Werktags wird zur Zeit um 12.00 Uhr aus der Sepultur des Doms in Würzburg eine Messe, Kreuzweg oder Rosenkranzgebet übertragen, der Sonntagsgottesdienst um 10.00 Uhr. Man kann sie im Internet und bei TV Mainfranken mitfeiern. Auch das ZDF überträgt jeden Sonntag um 9.30 Uhr im Wechsel evangelische und katholische Gottesdienste live im Fernsehen. Und es gibt z.B. die Angebote von K-TV und Domradio Köln (Satelliten-Empfang bzw. Internet).

Lob Gottes mit dem Gotteslob Sehr gut eignet sich unser (neues) Gebet- und Gesangbuch Gotteslob zum Beten und Singen, aber auch zum Nachdenken.

GL-Nr. 11 MEINE ZEIT IN GOTTES HÄNDEN lädt dazu ein.
GL-Nr. 678, 4 EHE UND FAMILIE,
GL-Nr. 680, 2 FRIEDE und
GL-Nr. 680, 5 KRANKHEIT UND NOT

So können wir die Anliegen unserer Zeit mit ins Gebet nehmen.

Sich mit anderen zum Rosenkranzgebet verbinden Verabreden Sie sich mit einigen Freunden / Freundinnen, mit denen sie regelmäßig zur selben Zeit - jede/r für sich zuhause - dann den Rosenkranz beten werden: Das Wissen, dass da andere auch noch mitbeten, ermutigt und stärkt uns. Wir werden so nicht vorschnell alles hinwerfen und aufgeben, sondern uns gegenseitig stärken, indem wir uns in unserer Not mit Maria zu Gott, dem Vater wenden! Hilfen zum Rosenkranzgebet finden Sie unter GL Nr. 4 (altes GL Nr. 33).

Die Bibel in die Hand nehmen Wir können zum Beispiel damit beginnen, das Matthäus-Evangelium zu lesen. Jeden Tag ein Stück. Angefangen mit der Kindheitsgeschichte bis hin zu den Tagen in Jerusalem, wo Jesus mit seinen Jüngern das Letzte Abendmahl feiert, gekreuzigt und auferweckt wird. Nicht die Länge der Lesung ist entscheidend, sondern unser Nachdenken darüber, das mitunter in ein Gebet münden kann.

Das Telefon: Das Ohr am Herz der Menschen Eine andere Möglichkeit des Betens wäre das Gespräch mit den Menschen, die alleine und / oder krank sind. Sie freuen sich, wenn sie so spüren, dass sie nicht vergessen werden, sondern dass wir an sie denken und auch für sie beten! - Machen Sie sich also eine Liste mit den Telefonnummern und rufen Sie jeden Tag mindestens drei von der Liste an: Sie werden sich wundern!

Mit einem Kartengruß oder Brief andere erfreuen Eine gute Möglichkeit an andere zu denken und auch für sie zu beten wäre, wenn Sie Ihnen eine Karte oder einen Brief schreiben. So zeigen Sie den anderen: Ich denke an Dich! Und für sich selbst haben Sie einen Impuls darüber nachzudenken, wie wichtig und wertvoll Ihnen dieser Mensch ist oder in der Vergangenheit war.

Ihr Pfarrer Erich Sauer

(Manche dieser Impulse verdanke ich meinem lieben Mitbruder Nikolaus Hegler, Pfarrer in meiner Heimat Johannesberg, dem ich dafür ein herzliches Vergelt's Gott sage.)

 

Bleiben Sie gesund!

 

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